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Behandlung von Dehnungsstreifen mit Laser

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Dehnungsstreifen, auch Striae distensae genannt, sind häufig auftretende Hautläsionen, die durch den Bruch von Kollagenfasern in der Dermis entstehen. Sie können sowohl Frauen als auch Männer betreffen, kommen jedoch häufiger bei Frauen vor.

Obwohl sie völlig asymptomatisch sind, kann der ästhetische Aspekt oft störend sein und zum Rückgang des Selbstwertgefühls und der Lebensqualität des Einzelnen beitragen. Dieser Aspekt hat in letzter Zeit zur Entwicklung mehrerer Therapien zur Bekämpfung von Dehnungsstreifen geführt.

Sichtbare Hautveränderungen treten auf, wenn die Haut einer schnellen und starken mechanischen Dehnung ausgesetzt ist.

Solche häufigen Situationen treten während der Wachstumsphase in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder bei plötzlichen Gewichtsschwankungen auf. Sie können auch bei bestimmten Erkrankungen wie dem Cushing-Syndrom oder bei der Einnahme von Kortikosteroiden auftreten.

Die Veranlagung zu Dehnungsstreifen ist individuell sehr unterschiedlich und kann durch die Genetik, bestimmte hormonelle Störungen, die individuelle Kollagenqualität, Ernährung und körperliche Aktivität beeinflusst werden.

Bei schwangeren Frauen scheinen beispielsweise das Alter, Schwangerschaftsstreifen in der Familie während der Schwangerschaft, Übergewicht sowohl vor als auch während der Schwangerschaft sowie ein erhöhtes Gewicht des Fötus zu den prädiktiven Faktoren zu zählen. Die am häufigsten betroffenen Bereiche sind Oberschenkel, Brüste, Gesäß, Bauch und Rücken.

Vom Moment ihres Auftretens bis zum endgültigen Stadium durchlaufen Striae distensae zwei Phasen. In der ersten Phase werden diese Stria rubrae genannt und sind lineare, leicht erhabene, rötliche Läsionen. Aus diesem entzündlichen Stadium entwickeln sich im Laufe der Zeit einige atrophische, perlweiße, unebene Läsionen, die Striae alba genannt werden.

Es stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, sowohl topische Behandlungen als auch medizinische Verfahren, aber nur wenige davon können zur vollständigen Behandlung dieser Erkrankung beitragen.

Es ist wichtig zu bedenken, dass die kürzlich aufgetretenen roten Dehnungsstreifen, die leicht entzündet sind, besser auf die Behandlung ansprechen als die alten Dehnungsstreifen, die bereits perlweiß geworden sind. Das bedeutet nicht, dass wir weiße Streifen nicht behandeln können, aber die Ergebnisse werden erst nach längerer Zeit und nach mehreren Behandlungsversuchen sichtbar.

CO2-Laserbehandlung

Die CO2-Laserbehandlung von Dehnungsstreifen ist eine moderne und wirksame Methode, die sehr gute Ergebnisse bei der Reduzierung ihres unangenehmen Erscheinungsbildes liefert. Der Eingriff selbst ist nicht-invasiv und sorgt für eine schnelle Genesung, was die Verbesserung der Hautqualität begünstigt.

Die fortschrittliche Technologie des CO2-Lasers ermöglicht die Schaffung von Bereichen für die Regeneration von Kollagenfasern, die sich bis zu 6 Wochen nach dem Eingriff weiter bilden.

Zur Reduzierung sowohl roter als auch weißer Dehnungsstreifen wird eine CO2-Laserbehandlung empfohlen, die sich an deren Stadium anpasst, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Der Vorteil dieses Eingriffs liegt in der schnellen Genesung, sodass der Patient nach dem Eingriff schnell wieder seinen gewohnten Aktivitäten nachgehen kann.

Die Ergebnisse der CO2-Laserbehandlung von Dehnungsstreifen können unterschiedlich sein, viele Patienten bemerken jedoch bereits nach einer Sitzung eine deutliche Verbesserung des Hautbildes.

Sie wird unter örtlicher Betäubung mit einer Betäubungscreme durchgeführt und es sind mehrere Sitzungen erforderlich, um deutliche Verbesserungen oder sogar das Verschwinden von Dehnungsstreifen zu beobachten. Es ist wichtig, ein Beratungsgespräch mit Ihrem Hautarzt oder plastischen Chirurgen zu vereinbaren, um herauszufinden, welche Methode am besten zu Ihnen passt.

Einige topische Substanzen scheinen dabei zu helfen, die Entstehung dieser Läsionen zu verhindern. Es sollte erwähnt werden, dass es in diesem Sinne nur wenige Belege gibt und die Ergebnisse nicht garantiert sind.

Einige dieser Substanzen sind Präparate, die Folgendes enthalten: Centella, Hyaluronsäure, Mandelöl. Viele Studien kommen zu dem Schluss, dass topische Behandlungen nicht oder zu wenig wirksam sind.

Während Dehnungsstreifen während der Schwangerschaft oder während des Wachstums recht schwer zu verhindern sind, ist das Wichtigste bei der Vorbeugung neben den bereits genannten Situationen die erhöhte Aufmerksamkeit auf Gewichtsschwankungen, da diese sich negativ auf die Gesundheit insgesamt auswirken können Körper und und auf der Haut.

Um das Auftreten von Dehnungsstreifen zu vermeiden, sind Änderungen im Lebensstil erforderlich:

Die Empfehlungen in diesem Sinne sind allgemein üblich und sollten für ein harmonisches und gesundes Leben im Allgemeinen befolgt werden.

An erster Stelle steht eine ausgewogene Ernährung, die die Aufrechterhaltung eines normalen Gewichts mit einer angemessenen Zufuhr von Proteinen, Kohlenhydraten und Lipiden ermöglicht.

Flüssigkeitszufuhr ist eine sehr wichtige und oft vernachlässigte Angewohnheit. Dadurch erhalten wir die Feuchtigkeit und Elastizität der Haut.

Neben der Ernährung spielt Sport eine zentrale Rolle, denn er stärkt die Muskulatur und verbessert das Hautbild.

Dehnungsstreifen sind eine äußerst häufige Erkrankung, die sich nicht direkt auf die Gesundheit des Einzelnen auswirkt, sich jedoch negativ auf die Stimmung und das Selbstbild auswirken kann.

Um von einer wirksamen Behandlung zu profitieren, ist es wichtig, diesen Zustand vollständig und richtig zu beurteilen und dabei die Aspekte im Zusammenhang mit der Vorgeschichte des Auftretens, der Art der Dehnungsstreifen und der Hautqualität jedes Einzelnen zu berücksichtigen.

Keine Therapie sollte unrealistische Erwartungen wecken, da es sich um einen langfristigen Prozess handelt, der sowohl vom Arzt als auch vom Patienten viel Geduld erfordert.

Literaturverzeichnis