Alle

Das Ende der billigen Lebensmittel in Polen? Die dortige Regierung kann die Unterstützung einstellen

22views

Heutzutage hat man sich daran gewöhnt, für größere Einkäufe ins Ausland zu gehen, am häufigsten nach Polen, wo man sehr günstig einkaufen und zu angenehm günstigen Preisen Tanks und Kanister mit Kraftstoff füllen kann. So fahren immer mehr Menschen auch aus größerer Entfernung zum Nachbarn, weil es sich trotzdem lohnt.

Die künstliche Unterstützung endet

Im Schnitt kann man in Polen Fleisch, Milchprodukte, Süßwaren oder Drogerien ein Drittel günstiger einkaufen. In diesem Nachbarland war es bereits günstiger als in der Tschechischen Republik, doch während der Preiskrise wurde dieser Unterschied noch deutlicher. Einer der Gründe war die Tatsache, dass die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf Null gesenkt wurde. In der Tschechischen Republik hingegen liegt sie immer noch bei 15 %.

Während diese Maßnahme vor einiger Zeit breite Zustimmung fand und der polnische Staat dafür gelobt wurde, wendet sich nun der Spieß um. Es stellt sich heraus, dass dies ein solcher Schlag für den Staatshaushalt ist, dass er wahrscheinlich nicht mehr lange durchgehalten werden kann. In Polen wird mittlerweile viel über die Abschaffung dieses sogenannten Anti-Inflationsschirms gesprochen. Seine Kosten werden in zwei Jahren auf 150 Milliarden Zloty steigen, was etwa 750 Milliarden Kronen entspricht.

Experten zufolge muss diese Maßnahme aufgehoben werden, was einige Vertreter des Staates bereits zugeben. Dies wird umso einfacher sein, als es ohnehin Ende dieses Jahres ausläuft und eine Verlängerung um einen weiteren Zeitraum erforderlich wäre. Aber das wird wahrscheinlich nicht passieren.

Foto: Shutterstock

Die Preise werden steigen

Den Polen entfällt somit die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel oder Benzin bzw. nur 8 % auf Treibstoff. Allerdings steigt die Inflation im Nachbarland seit Kurzem auch ohne sie spürbar an. Sollte dieser Schritt dennoch kommen, könnte es im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Preisschock kommen, insbesondere bei den Nahrungsmittel- und Energiepreisen.

In der Praxis kann dies dazu führen, dass die Lebensmittelpreise in die Höhe schießen und zwar voraussichtlich etwas günstiger bleiben als in Tschechien, der Unterschied aber nicht mehr so ​​groß sein wird, dass es sich lohnt, hier einzukaufen. Vor allem, wenn Benzin und Diesel teurer werden. Mit dem günstigen Einkaufen in Polen wird es also wohl bald vorbei sein. Das sind keine guten Nachrichten für die Tschechische Republik. So lernten viele von ihnen, das Familienbudget zu schonen, was nützlich war. Jetzt werden sie diese Option verlieren.

Foto: Shutterstock