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Ein Einkauf, der mich bei Albert oder Lidl 2.000 Kronen gekostet hat, kostet jetzt 700 CZK. Der kluge Tscheche verriet, wie er für ein paar Cent königlich lebt

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Einer der Vorteile der letzten zehn Jahre war eindeutig die Tatsache, dass der Lebensstandard in der Tschechischen Republik so stark gestiegen ist, dass sich praktisch niemand mehr mit Lebensmittelpreisen herumschlagen musste. Abgesehen davon, dass die Löhne der Menschen ständig stiegen, stiegen auch die Lebensmittelpreise kaum und blieben lange Zeit niedrig. Praktisch jeder konnte kaufen, was er wollte und konnte zudem aus einem sehr großen Angebot wählen.

Ein großes Loch im Markt

Wir fingen an, es als selbstverständlich hinzunehmen, aber ein paar Monate reichten und alles ist wieder anders. Viele gehen bereits mit Magenbeschwerden in den Supermarkt, weil sie befürchten, dass die Preise für Dinge des täglichen Bedarfs, die sie einfach kaufen müssen, wieder gestiegen sind. Viele Menschen haben die notwendigen teureren Waren bereits von ihren Einkaufslisten gestrichen, weil sie sich diese einfach nicht leisten können.

Auf den ersten Blick scheint es, als könne man nichts dagegen tun. Schließlich müssen sie sich mit der Preispolitik der Handelsketten abfinden, die leider die Situation ausgenutzt zu haben scheinen und Waren teurer als nötig gemacht haben, einfach weil ständig von Preiserhöhungen die Rede ist.

Es wäre jedoch ein Fehler, Ihre Einkäufe nur auf Supermärkte und Verbrauchermärkte zu beschränken. Im Gegenteil: Heutzutage schießen die Geschäfte wie Pilze aus dem Boden und versuchen, Menschen zufrieden zu stellen, die gute Qualität zu einem niedrigen Preis suchen. Es gilt nach wie vor, dass der Preis von Lebensmitteln weitgehend relativ ist und von vielen Faktoren beeinflusst wird.

Herr Miroslav aus Jihlava zum Beispiel hat den normalen Supermärkten schon vor langer Zeit eine Walle gegeben. „Das letzte Mal war ich im Frühjahr bei Lidl oder Albert. Es interessierte mich nicht mehr, was sie mit den Preisen anzeigten. Ich habe in der Nachbarschaft einen kleinen Laden gefunden, der sich auf den Verkauf von billigen Lebensmitteln konzentriert.“ beschreibt Herr Miroslav. „Wofür ich früher 2.000 Kronen bezahlt habe, kaufe ich heute meist für 700 bis 800 Kronen.

Herr Miroslav entdeckte den Zauber sogenannter „Bargain Shops“, also Geschäfte, die günstige Lebensmittel aus ganz Europa kaufen und diese dann weiterverkaufen. Große Einzelhändler scheiden regelmäßig eine erhebliche Menge an Waren aus, die sie nicht in teuren Ketten verkaufen können, deren Mindesthaltbarkeit aber langsam abläuft.

Foto: Shutterstock

Preise mehr als beliebt

Solche Waren sind bereits im regulären Netz, geschweige denn zum Vollpreis, unverkäuflich. Aber er findet immer noch seine Kunden. Joghurt kostet hier zum Beispiel vier Kronen, ein halbes Kilogramm Reis oder Zucker zehn Kronen, eine Stange Salami kostet zwei Kronen, eine Flasche Bier kostet fünf Kronen, und so könnte man weitermachen. Diese Lebensmittel müssen einfach weg, und dafür spricht auch der niedrige Preis.

Natürlich muss man damit rechnen, dass die gekaufte Ware kurz vor oder sogar nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt. Aber verwechseln Sie dies nicht mit dem Ablaufdatum. Bei richtiger Lagerung können solche Lebensmittel weiterhin problemlos verzehrt werden. „Ich habe noch nie etwas mit dem, was ich gekauft habe, falsch gemacht.“, sagt Herr Miroslav.

Das Einzige, was hier nicht praktiziert werden kann, sind Aktienkäufe. Ideal ist es aber, ein paar Tage im Voraus einzukaufen, dann ist die Ware immer in Ordnung. Gleichzeitig findet man diese Geschäfte an immer mehr Orten. Sie sind oft Einzelgänger, aber sie schließen sich bereits zusammen, zum Beispiel in Netzwerken wie Cheap Foods, Food on Sale oder DKS Morava.

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