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Tschechische Landwirte warnten. Dieses Essen wird bald teuer, also decken Sie sich ein, solange Sie können

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Obwohl die statistischen Daten den Eindruck erwecken könnten, dass der Preisanstieg langsam nachlässt, ist dies eher eine methodische Frage, da die Preise in der Realwirtschaft weiterhin in einem ziemlich spürbaren und unangenehmen Tempo steigen. Nach und nach werden die Preise für eine Reihe von Lebensmitteln so angeglichen, dass es für Produzenten und Lieferanten rentabel ist, sie zu verkaufen.

Alles falsch

Jetzt scheint das wichtigste Nahrungsmittel an der Reihe zu sein: Kartoffeln. Und das nicht nur, weil den Landwirten höhere Kosten entstehen würden. Nach Angaben des Gemüseverbandes Böhmens und Mährens ist dies vor allem darauf zurückzuführen, dass die diesjährige Kartoffelernte überhaupt nicht erfolgreich war. Der geringe Ertrag kommt somit zum ungünstigsten Zeitpunkt, da er die Kartoffelpreise weiter in die Höhe treiben wird. Sie könnten sich bald in ihren Akten wiederfinden.

Während der Ertrag bei den Frühkartoffeln in diesem Jahr relativ ordentlich war und im Gegenteil dafür sorgte, dass dieses Lebensmittel gerade im Vergleich zu anderen nicht noch einmal so teuer wurde, ist es bei den Spätkartoffeln dieses Jahr dort wirklich schlecht. Ausschlaggebend hierfür war die Dürre, die der Tschechischen Republik schon seit Längerem zu schaffen macht.

Natürlich werden Kartoffeln auf dem paneuropäischen Markt gehandelt, so ist es möglich, lokale Engpässe aus anderen Ländern auszugleichen. Allerdings klappt es dieses Jahr auch nicht so gut. Die Dürre herrschte fast überall, insbesondere in den Ländern, die traditionelle Kartoffelexporteure sind. Besonders schlimm ist die Situation in Deutschland und Frankreich, wo die Ernte im Vergleich zum Vorjahr um zwanzig Prozent zurückgegangen ist.

Foto: Shutterstock

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Als ob das alles nicht genug wäre, kam noch ein weiterer schwerer Schlag für die Bauern. Während es die ganze Zeit über trocken war, kam es zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, nämlich im September. Dadurch wurden die Kartoffelknollen matschig. Der ohnehin schon geringe Ertrag eignet sich daher nicht für eine Langzeitlagerung in Lagerhallen, wo es schnell zu Schimmelbildung kommen könnte. Da können nicht einmal Rekordpreise für Energie mithalten.

Wir erleben also eine ziemlich einzigartige Situation, die leider zwei Extreme mit sich bringt. Obwohl die Kartoffelernte gering war, versuchen die Landwirte aufgrund der Feuchtigkeit, sie so schnell wie möglich zu ernten. Mittlerweile gibt es also ein Überangebot und die Kartoffelpreise sind relativ günstig.

Doch das ändert sich bald, sobald die Ernte ausverkauft ist. Dann wird es wieder zu einer Knappheit an Kartoffeln kommen und der Preis wird schnell in die Höhe schnellen. Diese Situation begünstigt daher, dass Verbraucher sich zu den aktuell niedrigen Preisen eindecken und nach einer Preiserhöhung nicht in einem solchen Umfang einkaufen müssen. Allerdings müssen Kartoffeln an einem trockenen Ort gelagert werden.

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