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Zahnprobleme bei Hund und Katze erkennen und vorbeugen

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Tiere, insbesondere Katzen, sind Meister darin, ihren Schmerz zu verbergen. Diese Aussage hört man oft und sie ist mit Sicherheit wahr. Daher ist es oft schwierig zu erkennen, wann sie unter Zahnproblemen leiden. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Anzeichen, die auf Schmerzen in den Zähnen Ihres Hundes oder Ihrer Katze hinweisen können. Dieser Artikel enthält die wichtigsten Punkte von Interesse.


Symptome von Zahnproblemen

Obwohl es nicht immer einfach ist, zu erkennen, woran Ihr Hund oder Ihre Katze genau leidet, können folgende Symptome auf Zahnprobleme hinweisen:

  1. Stinkt aus dem Mund: Ein unangenehmer Geruch aus dem Maul Ihres Haustiers könnte ein Zeichen für Zahnfleischentzündung oder andere Zahnprobleme sein.
  2. Speichelfluss: Übermäßiger Speichelfluss kann eine Reaktion auf Schmerzen oder Beschwerden im Mund sein.
  3. Braune Ablagerungen auf den Zähnen/Backenzähnen: Dies könnte ein Zeichen für Plaque oder Zahnstein sein, was zu schwerwiegenderen Zahnproblemen wie Parodontitis führen kann.
  4. Langsamer essen oder einseitig kauen: Wenn Ihr Haustier plötzlich langsamer frisst oder hauptsächlich auf einer Seite seiner Zähne kaut, kann dies auf schmerzhafte Zähne oder Zahnfleisch hinweisen.
  5. Zahnfleischbluten: Zahnfleischbluten ist oft ein Zeichen für Gingivitis oder andere Zahnprobleme.
  6. Kopfschüttelnd: Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze häufig den Kopf schüttelt, kann dies ein Zeichen für Unwohlsein oder Schmerzen im Maul sein.
  7. Wischen Sie nach dem Essen den Mund mit den Pfoten ab: Dieses Verhalten kann ein Versuch sein, Mundschmerzen zu lindern.
  8. Möchte nicht in der Nähe der Zähne berührt werden: Wenn Ihr Haustier plötzlich keine Berührungen mehr im Bereich des Mauls mehr möchte, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass es Schmerzen hat.

Diese Symptome werden häufig beobachtet, wenn Zahnprobleme aufgetreten sind. Häufig werden Sie eine Kombination verschiedener Beschwerden bemerken.


Folgen von Zahnproblemen

Zahnprobleme sind bei Tieren leider keine Seltenheit. Mehr als die Hälfte aller Katzen und Hunde haben Zahnprobleme. Das kann besorgniserregend sein. Wenn Ihr Haustier schmutzige Zähne hat, können Bakterien über die Blutbahn in die Organe gelangen und Probleme verursachen. Darüber hinaus kann der Appetit des Tieres nachlassen, was ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen führt.


Prävention und Behandlung

Natürlich möchte man Zahnproblemen so weit wie möglich vorbeugen. Glücklicherweise sind die Zähne Ihres Hundes oder Ihrer Katze leicht sauber zu halten. Es ist wichtig, das Maul Ihres Haustiers regelmäßig zu überprüfen. Sieht noch alles gut aus? Riecht der Mund nicht schlecht? Und bemerken Sie kein ungewöhnliches Verhalten? Es kann hilfreich sein, sich regelmäßig die Zähne zu putzen, obwohl dies manchmal eine ziemliche Aufgabe sein kann. Dann sind Kausnacks oder Spezialfutter eine gute Alternative, wobei manchmal auch ein Besuch beim Tierarzt notwendig ist. Frische und saubere Zähne tragen zur allgemeinen Gesundheit und zum Wohlbefinden des Tieres bei.

Zähneputzen

Kauwsticks

Dentastix, davon hat wohl jeder Hundebesitzer schon einmal gehört oder es im Zoofachhandel gesehen. Dieser Snack für Hunde hat eine spezielle Form, die dabei hilft, Futterreste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen. Es wird Ihrem Hund sicher nicht zu 100 % saubere Zähne bescheren, aber es hilft, die schlimmsten Rückstände zu entfernen.

Verwenden Sie Vetaquadent

Vetaquadent ist eine Flüssigkeit, die Sie mit dem Wasser Ihres Hundes mischen. Es enthält Inhaltsstoffe, die bei der Bekämpfung von Plaque, Zahnstein und Mundgeruch bei Hunden und Katzen helfen.

Diätessen

Funktionieren die oben genannten Lösungen nicht? Auch ein spezielles Diätfutter kann Abhilfe schaffen. Ein Beispiel für eine solche Diät ist die Dental-Diät von Royal Canin. Es gibt eine Variante sowohl für Hunde als auch für Katzen. Die Größe der Brocken und die spezielle Struktur dieser Brocken sorgen für die Reinigung der Zähne Ihres Tieres. Sie sind weniger knusprig als normale Stücke, bewegen sich aber etwas mit den Zähnen. Dadurch können sie ihre Zähne sozusagen beim Kauen putzen. Darüber hinaus wurden Enzyme hinzugefügt, die bei der Reinigung der Zähne helfen.


Haben Sie immer noch Probleme?

Haben Sie eines der zuvor genannten Symptome bemerkt? Dann ist es ratsam, den Tierarzt aufzusuchen. Dort können sie eine gründliche mündliche Untersuchung durchführen und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung empfehlen. Konsultieren Sie immer Ihren Tierarzt, bevor Sie eine der Lösungen verwenden. Es ist besser, auf gesunde Zähne zu achten, als zuzulassen, dass Zahnprobleme entstehen.

Behandlung von Zahnstein

Leider lässt sich einmal entstandener Zahnstein nicht einfach wegbürsten. Um dieses Problem zu beseitigen, ist eine zahnärztliche Behandlung durch einen Spezialisten notwendig. Ein Termin beim Tierarzt ist daher die einzige Möglichkeit. Bei dieser Behandlung wird sämtlicher Zahnstein entfernt und die Zähne sofort poliert. Aufgrund einer möglichen Zahnfleischentzündung entstehen häufig Hohlräume (Taschen) neben den Zähnen. Hier sammeln sich Speisereste, Haare und Entzündungsprodukte an, die zu weiteren Entzündungen führen können. Diese Taschen werden daher sofort gereinigt. Die Zahnfleischentzündung kann dann weitestgehend abheilen.