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Albert hat etwas Schreckliches getan. Die Tschechen sind schon wütend. Wie kann er es sich leisten?

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Teure Lebensmittelketten sind eine Sache. Aber in einem solchen Fall würde man auch erwarten, dass man im Gegenzug zumindest etwas Qualität bekommt. Und wenn nicht, dann zumindest, dass er keine Angst haben muss, in solchen Geschäften einzukaufen, denn ihm könnte auch etwas Unangenehmes passieren.

Sie wurden erneut erwischt

Allerdings ist die Lage in tschechischen Einzelhandelsketten hinsichtlich der Einhaltung von Hygienestandards absolut desolat, wie regelmäßige Kontrollen durch die Staatliche Agrar- und Lebensmittelaufsichtsbehörde zeigen. Nachdem auf diese Weise beispielsweise das unwirkliche Chaos bei Bill oder Kaufland ans Licht kam, geriet auch Albert ins Netz.

Gleichzeitig geht es neuerdings darum, die Qualitätskette zu sein, in der man gute Lebensmittel kaufen und ein angenehmes Einkaufserlebnis haben kann. Doch was auf der Verkaufsfläche selbst gilt, ist offensichtlich weit davon entfernt, wie das Lager eines solchen Ladens funktioniert.

Die Kontrolleure im Albert-Hypermarkt in Kladno waren von dem, was hier geschah, nicht überrascht. Das Lagerhaus war nicht nur völlig durcheinander und es gab jede Menge Dreck, sondern es wucherten auch Nagetiere, und zwar in großem Umfang. Zusätzlich zum üblichen Mäusekot passierte das Schlimmste.

So machen sie es bei Albert in Kladno. / Foto: SZPI

Das ist zu viel

Die Nagetiere gerieten bereits in das Futter selbst. Einige waren so weit zerkaut, dass der Inhalt herausquoll. Gleichzeitig ist es möglich, dass solche Lebensmittel dennoch in den Laden gelangt sind und jemand sie gekauft hat, weil ihm dieser Mangel nicht aufgefallen ist.

Am Ende blieb der Inspektion nichts anderes übrig, als die Lagerbereiche dieses Albert zu schließen, bis Abhilfe geschaffen werden konnte. Allerdings stellt sich die Frage, ob es nicht besser wäre, den gesamten Laden zu schließen. Wie sich herausstellt, machen Einzelhandelsketten nicht viel von solchen Kontrollen. Wenn es um sie geht, ist alles schnell aufgeräumt und es geht weiter. Es würde auf jeden Fall härtere Strafen erfordern.

Foto: Shutterstock